Karmeliten gründen weiteren Klosterladen

Die Erfolgsgeschichte des Anfang Oktober in Bamberg eröffneten Klosterladens der Karmeliten hat die hier ansässige Leitung der Ordensprovinz dazu ermutigt, einen weiteren Klosterladen in Straubing zu eröffnen. Die kirchliche Weihe der Räume und die Eröffnung des Straubinger Klosterladens findet am kommenden Samstag um 10 Uhr statt. Der neue Klosterladen befindet sich in der "Hofstatt 4" gegenüber der Straubinger Karmelitenkirche in den Räumen der ehemaligen Löneker Buchhandlung, deren Inhaber Ende März aus Altersgründen den Betrieb eingestellt hat. Die Karmeliten haben seit 1367 durchgehend bis zur Gegenwart in Straubing ein Kloster, das auch während der Säkularisation nicht aufgehoben wurde, sondern als "Aussterbekloster" diente, in das sich die Mönche anderer aufgelöster Karmelitenklöster zurückziehen konnten. 1842 erwirkte der damalige Prior des Klosters in Straubing die Erlaubnis, wieder Ordensnachwuchs aufnehmen zu dürfen. Bereits gut 20 Jahre später brachen von Straubing aus die ersten Karmeliten nach Nordamerika auf, um den Karmelitenorden dort einzupflanzen und auszubreiten. 1902 wurde von Straubing aus das Karmelitenkloster Bamberg neu besiedelt, das durch die Säkularisation 1802 aufgelöst worden war.